K2

Energiepolitik 2026

Warum Netzpaket & EEG-Novelle den Solarausbau bedrohen – und was du jetzt tun kannst.

Aktueller Stand - Juli 2026

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 17. Juli die seit langem erwartete Verbändebeteiligung zur EEG-Novelle und dem Netzpaket gestartet. Der Referentenentwurf zur EEG-Novelle sowie der Referentenentwurf zum Netzpaket enthalten im Wesentlichen die Inhalte aus den vorangegangenen Leaks vom April 2026. Trotz neu eingefügter Übergangsinstrumente sehen sie weiterhin Streichungen bei der EEG-Förderung sowie eine verpflichtende Direktvermarktung vor.

Der Kabinettsbeschluss der Gesetzentwürfe könnte am 29. Juli erfolgen, sofern es zu keinen weiteren Verzögerungen kommt. Die entscheidende Phase des Gesetzgebungsverfahrens beginnt im anschließenden parlamentarischen Verfahren, in dem die Gesetzesentwürfe zwischen den Koalitionsfraktionen aus Union und SPD verhandelt werden. Ein Abschluss des Gesetzesvorhabens ist frühestens im Spätherbst zu erwarten.

Deshalb geht es jetzt mehr denn je darum, auf die Konsequenzen hinzuweisen: Das Gesetzpaket wird dazu führen, dass Privathaushalte weiter in fossiler Energieabhängigkeit gehalten werden und zehntausende Jobs in der Solarbranche gefährdet sind.

Webinar

EEG: Nachgebessert, aber nicht entschärft

Frau Reiche, Deutschland braucht echte Reformen und keine Trostpflaster!
Vergangenen Freitag hat das Bundeswirtschaftsministerium Referentenentwürfe zum Netzpaket und zum EEG veröffentlicht und in die Verbändeanhörung gegeben.
Stellungnahmen durch den BSW-Solar und andere Verbände mussten binnen drei Werktagen erfolgen.

In unserem Live-Webinar am Mittwoch, 29. Juli, um 10:30 Uhr wollen wir aufzeigen, welche Änderungen sich gegenüber den Leaks im Frühjahr ergeben haben und was das für die PV-Branche bedeutet.

Jetzt zum Webinar anmelden
Webinar: Generalangriff auf die Energiewende
ENERGIEPOLITIK 2026

EEG-Novelle & Netzpaket: Das ändert sich für dich

Nachgebessert, aber nicht entschärft. Vier Punkte aus dem aktuellen Referentenentwurf, die für deine Projekte ab 2027 relevant werden.

Gebäude-PV <25 kWp

Feste Vergütung läuft aus

Neuanlagen unter 25 kWp verlieren die garantierte Einspeisevergütung. Übergangsweise gilt ein fester Satz, danach nur noch Direktvermarktung.

Direktvermarktung

Pflicht für alle Neuanlagen

Ab Inkrafttreten müssen neue Anlagen ihren Strom direkt vermarkten. Ein Übergangsbonus soll den Einstieg abfedern.

Netzanschluss

Wirkleistungslimit ab 2027

Freiflächenanlagen werden auf max. 70 % der installierten Leistung begrenzt – ohne Übergangsfrist. Das kostet Ertrag.

Redispatch

Neue Abregelungs-Schwelle

Netzgebiete gelten künftig schon ab 5 % Abregelung als kapazitätslimitiert – mit Folgen für Planungs­sicherheit bei Neuanschlüssen.

Was das Netzpaket bedeutet – kompakt & verständlich

1

Redispatchvorbehalt

Netzbetreiber können Gebiete für 6 Jahre sperren

Neue Anlagen dürfen nur noch dann angeschlossen werden, wenn die Betreiber im Gegenzug auf die Entschädigung für Abregelungen verzichten.

2

Kapazitätslimitierte Gebiete

Ein Netzgebiet gilt als kapazitätslimitiert, wenn im vorherigen Kalenderjahr mehr als 5 % der technisch möglichen Strommenge erneuerbarer Anlagen aus Netzgründen abgeregelt werden mussten. Diese Schwelle wird bereits heute in vielen PV-starken Regionen erreicht.

Enorme Unsicherheit für Planung & Finanzierung

3

Folgen

Projekte werden unwirtschaftlich

Netzausbau wird nicht beschleunigt

Energiewende wird ausgebremst

EEG-Novelle 2026: Auswirkungen auf private Dachanlagen

Was geplant ist

  • Stufenweiser Wegfall der Einspeisevergütung
  • Ende der Förderung für PV-Neuanlagen < 25 kWp
  • Pflicht zur Direktvermarktung

Warum das problematisch ist

  • Amortisationszeiten erhöhen sich
  • Kleinere Dachanlagen würden kaum noch gebaut
  • Gefahr für 10.000e Arbeitsplätze
  • Gefahr für das Erreichen der Klimaziele
Diagramm zu den Auswirkungen auf den Solarausbau durch die EEG-Novelle bzw. Netzpaket
Mehr erfahren

EEG-Novelle 2026

Das Bundeswirtschaftsministerium plant mit der Novelle des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) massive Einschnitte, darunter die schrittweise Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Dachanlagen (unter 25 kWp) und eine verpflichtende Direktvermarktung. Diese würde für kleine PV‑Anlagen einen hohen technischen und administrativen Aufwand bedeuten, während der wirtschaftliche Nutzen gering oder sogar negativ ist. Zudem sind viele Prozesse noch nicht massentauglich, was Planungssicherheit und Investitionsbereitschaft insbesondere bei Eigenheim‑ und Gebäudesolar gefährdet.

Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) (www.solarwirtschaft.de) handelt es sich um einen Frontalangriff auf die Energiewende. Sollte der Gesetzesentwurf in der vorliegenden Fassung umgesetzt werden,

  • dürfte die Errichtung neuer Solarstromanlagen auf Gebäuden unter 100 kWp weitgehend zum Erliegen kommen
  • wären zehntausende Arbeitsplätze in der Solar- und Speicherbranche und
  • das Erreichen der Klimaziele gefährdet.

 

Warum das Deutschland trifft

  • Höhere Strompreise
  • Mehr Abhängigkeit von Energieimporten
  • Risiko für Innovations- und Wirtschaftskraft
  • Standortnachteil im globalen Wettbewerb

K2 Systems setzt sich dafür ein, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht ins Stocken gerät. Denn, für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung braucht es

  • verlässliche Rahmenbedingungen
  • wettbewerbsfähige Strompreise
  • und eine sichere Energieversorgung.

Photovoltaik liefert hier bereits einen entscheidenden Vorteil: Solarstrom ist heute die kostengünstigste Form der Stromerzeugung – deutlich günstiger als Strom aus Gas- oder neuen Kernkraftwerken, deren Erzeugungskosten zum Teil mehr als doppelt so hoch liegen.

Die letzten Jahre – vor allem geopolitische Konflikte – haben deutlich gezeigt, wie abhängig Deutschland von fossilen Energieimporten ist und welche Risiken daraus entstehen. Erneuerbare Energien und Speichersysteme bieten die Chance

  • Strompreise langfristig zu stabilisieren
  • Innovationskraft zu stärken
  • und energiepolitische Unabhängigkeit auszubauen.

Das haben auch die Wählerinnen und Wähler erkannt, die sich mehrheitlich für den Solarausbau aussprechen.

Die Energiewende ist nicht nur ein ökologisches Projekt, sondern eine zentrale wirtschafts- und industriepolitische Aufgabe!

Jetzt gemeinsam aktiv werden!

Die Solar- und Speicherbranche ist mit weit über 100.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 30 Milliarden Euro ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Ob Hersteller, Lieferant, Großhandel, oder Installateur – mit gemeinsamer Schlagkraft  wollen wir mit dem BSW-Solar (Bundesverband Solarwirtschaft) und seinen über 1.000 Mitgliedsunternehmen Politikerinnen und Politiker in allen Wahlkreisen und Regionen Deutschlands ansprechen. Es geht darum, miteinander in den sachlichen Austausch zu kommen. Wir wollen ihnen verdeutlichen, warum sie sich gegenüber Spitzenpolitikern der Partei- und Fraktionsspitze gegen die geplanten Einschnitte aussprechen sollten.

Setz dich in deiner Region dafür ein!

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Unterstützung für deine Kunden

Möchtest du bei deinen Kundinnen und Kunden Orientierung schaffen und ihnen verständlich zeigen, was die aktuellen politischen Diskussionen konkret für ihr Zuhause bedeuten?
Dann verweise gerne auf unsere Informationsseite für Endverbraucher. Sie ordnet die Entwicklungen ein, spricht sich klar für Photovoltaik aus und zeigt, warum sich PV auch jetzt lohnt.

Zur Infoseite für Verbraucher
  • Ist eine EEG-Förderung für kleine PV-Anlagen weiterhin notwendig?

  • Werden Dächer auch ohne Einspeisevergütung effizient genutzt?

  • Handelt es sich beim Eigenverbrauch um eine Subvention?

  • Ist die Förderung von Gebäude-PV-Anlagen deutlich teurer als von PV Freiflächenanlagen?

  • Ist eine Direktvermarktung von kleinen PV-Anlagen aktuell praxistauglich?

  • Ist eine Direktvermarktung notwendig für die Systemsicherheit/für den Marktbetrieb?

  • Verursacht die Gebäude-PV nennenswerten Netzausbaubedarf?

  • Beteiligen sich Prosumer durch vermiedenen Strombezug zu wenig an den Netzkosten?

  • Haben Gebäude-PV-Anlagen einen Einfluss auf den Hochlauf von Wärmepumpen und E-Mobilität?

  • Welche Rolle spielt die Gebäude-PV-Anlagen für die Akzeptanz der Energiewende?

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