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Für das vergangene Jahr zeigte sich laut Bundesverband der deutschen Solarwirtschaft gerade für Gewerbedächer bei der Installation ein deutlicher Rückgang. Konkreter: 18 Prozent weniger neu installierte Leistung auf Gewerbedächern 2021 im Vergleich zu 2020 laut EUPD Research.
Die kontinuierliche Verschlechterung der Investitionsbedingungen, steigende Bürokratie und Marktbarrieren würden auch in 2022 zu einem deutlichen Rückgang bei gewerblichen Solaranlagen führen. Das angekündigte Klimaschutz-Sofortprogramm und der Oster-Booster der Ampel-Regierung mit einer PV-Pflicht bei Gewerbeneubauten und einer Abschaffung der EEG-Umlage sollten daher besser schnell umgesetzt werden.
Universelle Lösungen: Damit die Potentiale im Aufdach-Bereich möglichst gut ausgeschöpft werden können, bedarf es darüber hinaus Anpassungen bei den verwendeten Komponenten. So muss eine PV-Anlage so leicht und ballastarm wie möglich sein, um beispielsweise auch Dachflächen belegen zu können, deren Gebäude geringe Lastreserven aufweisen. Denn insbesondere bei Bestandsgebäuden kann das zusätzliche Gewicht ein Hindernis für die Errichtung einer Anlage darstellen. Lösen lässt sich das beispielsweise mit dem Einsatz einer Dachanbindung des Systems. Statt über eine herkömmliche Ballastierung mit Steinen, hält dann eine Festanbindung den jeweiligen Windlasten stand und befestigt die Anlage zuverlässig und lasteneffizient.
Standarisierung statt Vielzahl: Wir bei K2 Systems entwickeln Komponenten, die zueinander kompatibel sind und mehrfach in verschiedenen Systemen für verschiedene Anwendungsbereiche vorkommen. So kommt zum Beispiel die SpeedRail Montageschiene beim aufgeständerten, ballastarmen Flachdachsystem Dome 6 sowie beim dachparallelen Flachdachsystem Dome 6.0 und gleichzeitig auch bei Anlagen auf dem Trapezblech zum Einsatz. Und auch die universelle Modulklemme deckt unterschiedliche Modulrahmenhöhen ab und ermöglicht mit der Eck- oder der Viertelklemmung eine zuverlässige Befestigung der gängigen Solarmodule. Diese Vorgehensweise spart nicht nur Lagerplatz ein, sondern die Monteure vor Ort arbeiten täglich mit Basiskomponenten, die sie kennen und an deren Montage sie gewöhnt sind dank einheitlichen, immer wiederkehrenden Montageschritten für unterschiedliche Dacharten.
Hier schließt sich die wohl wichtigste Herausforderung an: Die Arbeitskraft spielt eine entscheidende Rolle bei der realistischen Umsetzung des geplanten PV-Zubaus. In Zeiten des Fachkräftemangels kann eine Verdreifachung des Zubaus nur dann gelingen, wenn die Installateure auch über die notwendige Zeit verfügen, um die Anlagen entsprechend planen und bauen zu können. Aus unserer Sicht als Komponentenhersteller bieten sich zwei konkrete Stellschrauben.
Als erstes muss die benötigte Zeit für den Aufbau der Anlagen reduziert werden. Dies machen wir zum Beispiel mit dem Flachdachsystem Dome 6 durch flexibel einstellbare, gut zu greifende und vormontierte Komponenten. Hierdurch erreichen die Installateure eine Reduzierung der Montagezeit um bis zu 70 Prozent im Vergleich zum Vorgängersystem.
Zweitens muss der Aufwand und damit die Zeit für die Nebenaufgaben der Installateure reduziert werden. Damit Installateure möglichst viele Anlagen ans Netz bringen können, muss die Planung der Anlagen schneller, die Arbeit durch einen kompetenten Service unterstützt und die Bürozeiten insgesamt verringert werden.
Abhilfe können dabei digitale Tools leisten, die Zeit einsparen und eine mehrfache Dateneingabe vermeiden. Rund 60.000 Projekte werden in unserer kostenlosen Planungssoftware K2 Base jeden Monat geplant. Die browserbasierte Software ermöglicht die Auslegung des passenden Montagesystems in fünf Schritten. Am Ende hat der Installateur vom Montageplan über die komplette Stückliste bis zum Statikbericht für eine Nutzungsdauer von 25 oder sogar 50 Jahren alles zur Hand. Durch die Schnittstelle K2+ schickt er die Projektdaten dann direkt digital an die Planungssoftware der Wechselrichtersteller wie zum Beispiel SolarEdge, SMA oder Fronius und erspart sich die Mehrfacheingabe.
Neben der Auslegung in K2 Base ermöglicht die K2 DocuApp eine schnelle Erhebung der Projektdaten in der Auftragserfassung und eine gut strukturierte Projektdokumentation für den direkten Abschluss beim Anlagenbesitzer. Durch die Vernetzung der digitalen Tools gehen keine Informationen verloren, Projekte können untereinander geteilt werden und sind jederzeit von überall aus für alle Beteiligten des Installationsbetriebs verfügbar.
Digitale Tools zur Unterstützung werden immer wichtiger, damit sich der Installateur auf sein Kerngeschäft – das Installieren von Anlagen – konzentrieren kann. Nur so kann der angestrebte PV-Zubau von mindestens 10 GW pro Jahr realisiert und die 78 Prozent freien Dachflächen auf Gewerbeimmobilien genutzt werden.
Wir setzen deshalb auf eine Kombination aus montagefreundlichen Befestigungen und digitaler Unterstützung für eine schnelle und einfache PV-Installation.
– – – Dieser Artikel ist von Matthias Rentschler, Leiter Produktmanagement K2 Systems, verfasst worden und in der IKZ Energy Ausgabe (April 2022) erschienen. – – –
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Kategorie Updates: Branche
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