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Wissenswertes zur Anlage
»Wir haben vor sieben Jahren mit der Planung des Projekts begonnen und in der Nähe des Stausees eine Pilotanlage installiert. Wir testeten dort geeignete Solarmodule, die richtige Neigung und überprüften die technische und finanzielle Durchführbarkeit. Mit diesem Projekt am ‘Lac des Toules’ wollen wir beweisen, dass es möglich ist, ein schwimmendes PV-Projekt in alpinem Gebirge zu realisieren, wo die Leistung rund 50 Prozent höher ist als im Tal,« so Guillaume Fuchs, Projektverantwortlicher beim Energiekonzern Romande Energie (Interview).
»Das Projekt wird beweisen, dass ein Stausee doppelt genutzt werden kann. Zum einen für die Produktion von Wasserstrom und zum anderen als Träger großflächiger PV-Anlagen,« sagt Lars Kreemke, Projektverantwortlicher bei K2 Systems.
Die Unterkonstruktion ist gemeinsam mit Romande Energie speziell für dieses Projekt entwickelt worden und besteht aus hochdichten Polyethylen Floatern und Aluminiumschienen, die hohe Lasten tragen können.
Die Floater sind zudem mit Gewichten im Boden verankert, um je nach Wasserstand sinken bzw. steigen zu können.
»Das Projekt hat einen 50 Prozent höheren Wirkungsgrad als eine vergleichbare Anlage an Land. Zum einen verwenden wir bifaziale Module und zum anderen herrscht auf über 1.800 Metern eine höhere UV-Strahlung sowie tiefere Temperaturen, wodurch die Module effizienter sind. Des Weiteren erhöht sich der Wirkungsgrad der bifazialen Module durch die stärkere Reflexion des Schnees im Winter,« so Guillaume Fuchs.
Außerdem profitiert das Projekt und der Bau des schwimmenden Solarparks von der bestehenden Infrastruktur auf dem Stausee, da dieser bereits seit einigen Jahren zur Stromproduktion genutzt wird. »Wir finden es spannend und sinnvoll, dass jemand dies ausprobiert und weltweit erstmals Erfahrungen damit sammelt,« sagt Frank Rutschmann, Leiter Erneuerbare Energien beim Schweizer Bundesamt für Energie.
Das Projekt ist das weltweit erste schwimmende Solarkraftwerk im Gebirge auf einem Stausee, der einmal im Jahr geleert wird.
Das Projekt wird ab 2021 auf insgesamt 10 MW erweitert, wenn die Tests erfolgreich sind. Das entspricht einer Fläche von etwa 30 Fußballfeldern (218.000 m2).
Die Floating-Anlage bedeckt dann 35 Prozent des Sees und liefert Strom für 6.600 Haushalte.
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